Kaisa_2012_3_photo by Veikko Somerpuro

Im Studium lernen wir wissenschaftliche Texte zu lesen und auch selber zu verfassen – in der Regel ohne groß darüber nachzudenken, was „Wissenschaft“ eigtl. ist und was die Sprache der Wissenschaft konkret auszeichnet. Deshalb werden wir uns im Kurs diesem Thema annähern, und zwar aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln: (a) dem synchron-linguistischen und (b) dem sprachgeschichtlichen.

(a) Wissenschaft ist auf Erkenntnisgewinnung angelegt. Wissenschaftliche Texte dienen dabei v.a. der Informationsvermittlung: Sie sind „assertiv“. Zudem haben sie aber auch einen „eristischen“ Charakter, d.h. in ihnen wird neues Wissen in der kritischen Auseinandersetzung mit dem bisher Bekannten diskutiert. Das Neue muss also zunächst von einer skeptischen „community“ akzeptiert werden. Um zu klären, wie das passiert und welche Mittel dafür verwendet werden, werden wir uns typische akademische Textsorten/Kommunikationsformen (z.B. Vorlesung) und ausgewählte Charakteristika der heutigen Wissenschaftssprachen ansehen (z.B. das sog. „ich-Tabu“).

Der Workload für das Seminar setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Zunächst einmal wird eine regelmäßige Teilnahme an den Blockveranstaltungen und die Lektüre einiger vorbereitender Texte erwartet. Alle Teilnehmenden müssen darüber hinaus ein kleines Projekt zur Wissenschaftssprache durchführen und im Seminar präsentieren (z.B. zur Mehrsprachigkeit in der Wissenschaftskommunikation; Themenvorschläge gibt es zu Seminarbeginn). Bis zum Semesterende ist dann noch eine kurze schriftliche Übung nachzureichen.

(b) Die Sprache der vormodernen Wissenschaft war in ganz Europa das gelehrte Latein. Erst spät etablieren sich auch Sprachen wie Deutsch oder Finnisch an den Universitäten. Im deutschen Sprachraum vollzog sich der akademische Sprachenwechsel in einer Phase, die von der Durchsetzung eines modernen Wissenschaftsbegriffs und eines neuen akademischen Denkstils geprägt war. Im Seminar werden wir deshalb auch die zentralen Faktoren für die Etablierung des Deutschen in der akademischen Domäne (im 18.Jh.), seinen Aufstieg zu einer internationalen Wissenschaftssprache (im 19.Jh.) und den Bedeutungsverlust im 20. Jahrhundert betrachten.

Auch dieser Teil des Kurses hat einen praktischen Charakter. Wir werden gemeinsam mit Daten arbeiten, die aus einem digitalen Korpus’ historischer studentischer Vorlesungsmitschriften stammen: www.ds.uzh.ch/de/forschung/projekte/hivoko.html. Korpuslinguistische Vorkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Enrol
10.12.2019 at 09:00 - 15.1.2020 at 23:59

Timetable

Here is the course’s teaching schedule. Check the description for possible other schedules.

DateTimeLocation
Mon 20.1.2020
16:00 - 19:45
Tue 21.1.2020
16:00 - 19:45
Wed 22.1.2020
16:00 - 19:45
Thu 23.1.2020
16:00 - 19:45
Fri 24.1.2020
14:00 - 17:45

Description

  • opintojaksosta vastaa Kielten maisteriohjelma
  • osa kokonaisuutta Kielitiede
  • valinnainen

Saksan kanditutkinnon suorittaneille ei muita vaatimuksia.

Saksan kandintutkintoa suorittavat tai koulutusohjelmien opiskelijat: jaksojen ’yleisen kielitieteen peruskurssi ja ’johdatus saksan kielen tutkimukseen’ läpäisy.

Muut kielitieteen opintokokonaisuuden jaksot.

Opiskelija saavuttaa kattavan käsityksen valitsemansa kielitieteen alan keskeisistä osa-alueista, hallitsee alan tärkeimmät käsitteet, tuntee alan tutkimuksen historiallisen kehityksen ja ajankohtaisen tilanteen sekä kykenee soveltamaan alan tutkimusmetodeja ja käsitteitä saksan kielen analyysiin.

Valittavissa vapaasti.

Riippuu opiskelijan valitsemasta kurssista.

Riippuu opiskelijan valitsemasta kurssista.

Riippuu opiskelijan valitsemasta kurssista.

Riippuu opiskelijan valitsemasta kurssista.

Kirjatentti opettajan kanssa sovitusta kirjallisuudesta ja/tai itsenäinen kirjallinen työ (n. 8000 merkkiä = 1 op) ja/ta kielitieteellinen saksankielinen kurssi (mahdollisesti muuallakin suoritettu).

Dos. Michael Prinz